Karl Leisner – Daten seines Lebens
28.02.1915 Karl Leisner wird als erstes von fünf Kindern der Eheleute Amalie und Wilhelm Leisner in Rees/Niederrhein (Bahnhofstraße 5) geboren 03.03.1915 Taufe in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Rees Sept. – Nov. 1915 Vorübergehender Aufenthalt Mutter Leisner mit Kind Karl in München, Theresienstraße 45 (Vater ist dort als Soldat) 28.02.1917 – 14.11.1918 Kriegsbedingter Aufenthalt der Familie Leisner in Immenstadt / Allgäu – Rückkehr nach Rees, Rünkelstraße Frühjahr 1921 Besuch der Katholischen Volksschule in Rees 17.12.1921 Die Familie Leisner zieht von Rees nach Kleve, Triftstraße 107 I, um - Besuch der Katholischen Volksschule in Kleve 19.04.1925 Erstkommunion Frühjahr 1925 Besuch des staatlichen Gymnasiums in Kleve 23.05.1926 Walter Vinnenberg kommt als Religionslehrer nach Kleve und unterrichtet in Karl Leisners Klasse 03.02.1927 Gründung der Gruppe St. Werner und Beitritt zum Jungkreuzbund; Karl beginnt ein Tagebuch zu führen, zunächst als Schriftführer der Gruppe 20.07.1927 Firmung in der Stiftskirche St. Mariä Himmelfahrt in Kleve durch Bischof Johannes Poggenburg 28.06.1928 Übertritt der Gruppe St. Werner in den aus dem Jungkreuzbund hervorgegangen „Katholischen Wandervogel“ 03.-18.08.1928 Westfalen-Fahrt: Buldern, Telgte, Münster 16.04.1929 Walter Vinnenberg verläßt Kleve 03.-23.08.1929 Rügen-Fahrt: Hamburg, Rügen, Berlin 22.10.1929 Einzug der Familie Leisner in das Eigenheim Flandrische Straße 11 in Kleve 10.04.1930 Neueinteilung der Gruppen: Alfons van Thiel wird Karls Gruppenführer Pfingsten 1930 Teilnahme am Bundestag des Katholischen Wandervogels im Westerwald; Besuch bei Walter Vinnenberg in Maria Laach 11.08.-02.09.1930 Spielfahrt mit dem Kasperletheater ins Münsterland; "Verbrüderung" mit der Quickborn-Gruppe Oktober 1930 Nach dem Klostereintritt von Alfons van Thiel wird Karl Leisner Gruppenführer der "Wölfe" 27.-29.06.1931 Zeltlager von Quickborn und Katholischem Wandervogel in Lüttingen bei Xanten 05.-09.09..1931 Exerzitien in Gerleve bei P. Laurentius Rensing OSB; Vorentscheidung zum Priestertum 13.02.1932 Austritt Karl Leisners aus dem Quickbom April 1932 Bildung einer neuen Wandervogel-Gruppe 28.07.-10.08.1932 Zeltlager in den Bockholter Bergen bei Münster 14.08.-01.09.1932 Radtour in die Schweiz; schwerer Unfall seines Bruders Willi November 1932 Karl ist das erste Mal verliebt 05.-10.04.1933 Gymnasiastentagung und Exerzitien in Schönstatt bei P. Alexander Menningen auf Veranlassung seines Schulfreunds Josef Vermeegen; in der Folge neue apostolische Begeisterung und Wachstum der Gruppen 25.06.1933 Gespräch auf dem Friedhof (Nazis) 03.07.1933 Vorladung Karls und vier weiterer katholischer Mitschüler vor den Direktor des Gymnasiums; ein Schulverweis kann gerade noch abgewendet werden 04.07.1933 Auflösung des Katholischen Wandervogels; die Klever Gruppen schließen sich dem Katholischen Jungmänner-Verband an 05.-01.09.08.1933 Fahrt auf die Insel Baltrum 23.08.-02.09.1933 Teilnahme am Jungschar-Zeltlager in Marienthal bei Wesel 07.-11.12.1933 Exerzitien in s'Heerenberg bei P. Wilhelm Joist SJ; Karl entscheidet sich für das Theologiestudium 18.03.1934 Ernennung zum Bezirksführer der Jungschar für den Landkreis Kleve 22.03.1934 Karl besteht das Abitur mit "gut" 22.04.1934 Karl Leisner übergibt das Amt des Bezirksjungscharführers an seinen Bruder Willi. 05.05.1934 Ankunft im Collegium Borromaeum in Münster; Beginn des Studiums der katholischen Theologie - Karl schließt sich der Schönstatt-Theologengruppe unter Leitung Heinrich Tenhumbergs an Pfingsten 1934 Fahrt mit 15 Jugendlichen nach Abtei Gerleve 23.06.1934 Schönstattgruppe mit Pater F. Kastner: "Schönstattgeheimnis" 14.-25.08.1934 Zeltlager in Groesbeek, Holland ca. 10.-17.09.1934 Fahrt durch das Saarland (allein) 17.09.1934 Ernennung zum Diözesanjungscharführer der Diözese Münster Frühjahr 1935 Zehntägige Rundreise zu den Jungschar-Gruppen in Oldenburg - fünf Führerschulungen 03.-21.08.1935 Fahrt nach Flandern 19./20.10.1935 Treffen der Diözesanführerschaft Münster mit Generalpräses Ludwig Wolker in Altenberg 21.11.1935 Schließung des Jugendhauses Düsseldorf November 1935 Beginn der Prüfungen zum Philosophicum Februar 1936 Ludwig Wolker verhaftet März 1936 Ende der Tätigkeit als Diözesanjungscharführer 31.03.1936 Freisemester in Freiburg im Breisgau 22.05.1936 Abfahrt von Freiburg zu dreiwöchiger Italien- und Romreise 29.05.1936 Privataudienz bei Papst Pius XI. Karl Leisner berichtet dem Papst über die Situation der katholischen Jugend in Deutschland. 31.05.1936 Teilnahme am Papstgottesdienst zum Pfingstsonntag Dezember 1936 Karl wohnt bei Familie Ruby, Neumattenstr. 18, und übernimmt die Stelle eines "Hauslehrers" Weihnachten 1936 in Freiburg Dezember 1936 / Januar 1937 Tagung in Schönstatt Dezember 1936 und ff. Inneres Ringen um Priesterberuf - Verliebt in Elisabeth Ruby 05.02.1937 Brief an Dr. Vinnenberg (u.a. über Tagung in Schönstatt) 02.03.1937 Eintrag ins Gästebuch der Fam. Ruby vor der Rückfahrt nach Kleve 01.04.1937 Abfahrt zum Reichsarbeitsdienst über Dortmund nach Dahlen in Sachsen (Ankunft: 03.04.) 16.05.1937 Pfingstsonntag: Ausflug Dresden – Schandau; inneres Ringen 20.05.1937 Verlegung nach Georgsdorf im Emsland 24.07.1937 Zwei Tage Urlaub in Kleve 23.10.1937 Entlassung aus dem Reichsarbeitsdienst 23.10.1937 Besinnungstage im Collegium Borromaeum in Münster 25.10.1937 Entscheidung zum Priesterberuf 27.10.1937 Brief an Elisabeth Ruby 28.10.1937 Fahrt nach Kleve 29.10.1937 Hausdurchsuchung bei Karl Leisner in Kleve; Beschlagnahmung der Tagebücher durch die Gestapo – Wallfahrt nach Kevelaer 02.11.1937 Fortsetzung des Studiums im Collegium Borromäum, Münster 08.01.1938 Fertigstellung der wissenschaftlichen Arbeit bei Michael Schmaus mit dem Thema "Vom Sinn und Geheimnis des Wachsens im Leben von Natur und Gnade" 19.01.1938 Erste Probepredigt 28.02.1938 Theologisches Staatsexamen 09.03.1938 Vernehmung durch die Gestapo in Münster 17.03.1938 Gespräch mit seinem Vater; Fahrt nach Freiburg zu Elisabeth Ruby 19.03.1938 Bei Familie Ruby in Freiburg – bis 31.03.1938 02.04.1938 Gespräch mit seinem Vater über Liebe und Ehe 04.04.1938 Eintritt ins Priesterseminar Münster 21.05.1938 Abschiedsbrief an Elisabeth Ruby 01.07.1938 Niedere Weihen: Karl wird Ostiarier und Lektor, einige Tage später erfolgt die Exorzisten- und Akolythenweihe – jeweils durch Bischof Clemens August Graf von Galen 25.12.1938 Weihnachten im Seminar, anschl. daheim 25.02.1939 Beginn der Exerzitien zum Subdiakonat 04.03.1939 Weihe zum Subdiakon durch Bischof Clemens August Graf von Galen 25.03.1939 Weihe zum Diakon durch Bischof Clemens August Graf von Galen Ende Mai 1939 Lungentuberkulose wird festgestellt 04.06.1939 Fahrt über Schönstatt nach St. Blasien in das Sanatorium Fürstabt-Gerbert‑Haus 23.09.1939 Brief an Kaplan Bernhard Burdewick; Hinweis auf Besuch in Schönstatt 18.10.1939 Blankovollmacht-Marienweihe der Münsteraner Schönstatt‑Gruppe in Schönstatt; Karl ist im Geiste dabei 08.11.1939 Attentat des Widerstandskämpfers Georg Elser auf Adolf Hitler in München. 09.11.1939 Verhaftung Karl Leisners in St. Blasien - Gefängnis in Freiburg/Br. 14.11.1939 Gebet "für alle, die mir nicht gut gesinnt sind" 15.12.1939 Postkarte an Heinrich Tenhumberg (Hinweis auf Blankovollmacht) 28.12.1939 Besuch von Bernhard Ruby - Primizsegen 06. 01.1940 Besuch der Mutter im Gefängnis 15.02.1940 Im Gefängnis-Krankenhaus in Mannheim (bis 06.03.) 16.03.1940 Häftling Nr. 17520 im Konzentrationslager Sachsenhausen (Oranienburg) bei Berlin 17.03.1940 Erster Brief aus dem KZ ab 05.08.1940 Tägliche hl. Messe im KZ Sachsenhausen 14.12.1940 Ankunft im Konzentrationslager Dachau; Karl wird Häftling Nr. 22356 15.12.1940 Erster Brief aus dem KZ Dachau ab 22.01.1941 Tägliche hl. Messe im KZ Dachau 09.03.1941 Brief an Angehörige: Bitte um Gitarre – Dank für Heimatzeitung "Volksfreund" als Geschenkabonnement 06.04.1941 Brief an Angehörige: Gitarre vor 10 Tagen angekommen 06.06.1941 Ankunft von P. Fischer im KZ Dachau - Bildung einer Schönstattgruppe durch P. Fischer und Karl Leisner – wöchentliche Treffen 29.08.1941 Ankunft von Kaplan Heinz Dresbach im KZ Dachau; er schließt sich der Schönstattgruppe an. 20.09.1941 Erste Begegnung mit P. Otto Pies Nov.1941 P. Albert Eise kommt ins KZ und übernimmt bald danach die Leitung der Gruppe 13.12.1941 Verbot Pakete zu empfangen 25.12.1941 Dreimal Altardienst als Diakon 13.03.1942 Ankunft von P. Kentenich im KZ Dachau 15.03.1942 Karl Leisner kommt ins Krankenrevier 1942 Wegen der großen Hungersnot Beendigung der Gruppenarbeit Nov. 1942 Aufhebung der Paketsperre Mai 1943 Karl wird aus dem Krankenrevier entlassen und ambulant behandelt; er muss nach ca. 2 Wochen wieder dorthin zurück Pfingsten 1943 Gründung neuer Schönstatt-Priestergruppen; Karl schließt sich der Gruppe von Heinz Dresbach an Sept. 1944 Die Schönstatt-Priestergruppe findet ihr Ideal: "Victor in vinculis Mariae" 06.09.1944 Der französische Bischof Gabriel Piguet wird ins Lager eingeliefert 30.10.1944 Bischof Clemens August gibt Zustimmung zur Priesterweihe von Karl Leisner 17.12.1944 - Gaudete Priesterweihe Karl Leisners in der Lagerkapelle des KZ Dachau durch den französischen Mithäftling Gabriel Piguet, Bischof von Clermont 26.12.1944 Primiz Karl Leisners 22.01.1945 Dankbrief von Karl Leisner an die Gruppe; Dank an Pater Kentenich für die Schönstatt-Horen 27.03.1945 Entlassung von P. Otto Pies 06.04.1945 Entlassung von Pater Kentenich 29.04.1945 Einnahme und Befreiung des KZ Dachau durch die Amerikaner 04.05.1945 Karl wird von P. Otto Pies und Stadtpfarrer Pflanzelt aus dem Lager geholt und ins Waldsanatorium Planegg gebracht 27.05.1945 Besuch von Hermann Richarz 30.05.1945 Empfang von Krankensalbung und Wegzehrung 16.06.1945 Besuch von Hans Rindermann 20.06.1945 Abschiedsbrief von Hermann Richarz mit Schönstatthoren 29.06.1945 Besuch von den Eltern 09.07.1945 Rückreise des Vaters / Mutter bleibt 11.07.1945 Kaplan H. Dresbach trifft Vater Leisner in Schönstatt 15.07.1945 Rückkehr von P. Pies ("Bei der Mta . .") 25.07.1945 Letzter Tagebucheintrag – „Segne auch, Höchster, meine Feinde“ 10.08.1945 Die Schwestern Karls kommen nach Planegg 12.08.1945 Karl Leisner stirbt in Planegg 20.08.1945 Beisetzung in Kleve - Das Grab schmückt ein Birkenkreuz. 1956 Karl Leisners Grab erhält einen Grabstein 30.08.1966 Exhumierung der Gebeine in Kleve. 03.09.1966 Beisetzung in der Martyrergruft des Xantener Domes 17.12.1973 Bitte des Priesterrats der Diözese Münster zur Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens für Karl Leisner 03.12.1977 Antrag von Bischof Heinrich Tenhumbergs auf Eröffnung des Seligsprechungsprozesses 07.12.1977 Einleitung des Seligsprechungsprozesses in Münster 15.03.1980 Eröffnung des Seligsprechungsprozesses 12.10.1982 Übergabe der Akten in Rom 18.05.1990 Fortsetzung des Prozesses unter dem Titel eines Martyrers 12.01.1996 Proklamation des Martyriums Karl Leisners – Ankündigung der Seligsprechung 23.06.1996 Seligsprechung Karl Leisners durch Papst Johannes Paul II. Im Berliner Olympiastadion 25.04.2007 Eröffnung des Heiligsprechungsverfahrens in Münster (Es konnte jedoch nicht zu Ende geführt werden, weil bei der auf die Fürsprache Karl Leisners als geheilt erklärten Person der Krebs erneut aktiv wurde.) Die Hauptquelle für diese Aufstellung der Lebensdaten Karl Leisners ist der "Lebenslauf Karl Leisner" in: Joachim Schmiedl, Mit letzter Konsequenz - Karl Leisner 1915 - 1945.Ergänzung und Überarbeitung: Oskar Bühler. Weitere Quellen: www.karl-leisner.de: Lebensdaten Karl Leisners; Hermann Gebert, Geschichte einer Berufung.
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