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Haus Moriah Nachrichten 100. Priesterweihetag - Predigt

Predigt im Pontifikalamt

(hp DSCN5497 a.JPG; 57 kB)
anlässlich des 100. Jahrestages der Priesterweihe von Pater Joseph Kentenich

Donnerstag, 08. Juli 2010 im Hohen Dom zu Limburg

  •           Lesung: Thess 2,2-8
  •           Evangelium: Joh 10,11-16

Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst

 

 


 

 

 

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Liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonalen Dienst,
liebe Schwestern und Brüder des gottgeweihten Lebens in der Schönstattgemeinschaft,
Schwestern und Brüder im Glauben!

Wenn man heute den großen Saal des Missionshauses der Pallottiner hier in Limburg besucht, beeindruckt die Architektur des Historismus. Vor hundert Jahren diente er als Kapelle, weil die Marienkirche seinerzeit noch nicht fertig gestellt war. Die mächtigen Bauformen, die Weite des Raumes und die Höhe der Decke erwecken aber nicht den Eindruck einer musealen Welt. Vielmehr vermittelt sich etwas vom Gefühl der Gründerjahre, die im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert Herkunft und Zukunft miteinander zu verbinden suchten. Den markantesten Eindruck in diesem Raum der Pallottiner hinterlässt ein großes Wandbild von Bischof Heinrich Vieter. Sein imposanter langer Bart und sein zielgerichteter Blick vermitteln Tradition und Fortschritt, Geschichte und Zukunft, Verwurzelung und Innovationskraft: eine Gründergestalt, die die Kirche in Kamerun auf den Weg gebracht hat.

Heute vor 100 Jahren hat er in diesem Raum in Limburg Pater Joseph Kentenich, den späteren Gründer der Schönstattgemeinschaft zum Priester geweiht. Sein Bild ist nicht weniger markant: ein Mann mit hellem Bart und leuchtendem gütigen Blick. So haben wir ihn vor Augen. Seine Weihe vor hundert Jahren lässt uns in dem gerade zu Ende gegangenen Jahr der Priester bedenken, was Papst Benedikt vor wenigen Wochen so eindrucksvoll uns Priestern und dem ganzen Volk Gottes in Erinnerung gerufen hat: „Der Priester ist nicht einfach ein Amtsträger, wie ihn jede Gemeinschaft braucht, damit gewisse Funktionen in ihr erfüllt werden können. Er tut vielmehr etwas, das kein Mensch aus sich heraus kann: Er spricht in Christi Namen das Wort der Vergebung für unsere Sünden und ändert so von Gott her den Zustand unseres Lebens. Er spricht über die Gaben von Brot und Wein die Dankesworte Christi, die Wandlungsworte sind (…) und so die Elemente der Welt verändern: die Welt auf Gott hin aufreißen und mit ihm zusammenfügen. (…) So ist der Priester nicht einfach „Amt“, sondern „Sakrament“: Gott bedient sich eines armseligen Menschen, um durch ihn für die Menschen da zu sein und zu handeln. Diese Kühnheit Gottes, der sich Menschen anvertraut, Menschen zutraut, für ihn zu handeln und da zu sein, obwohl er unsere Schwächen kennt – das ist das wirklich Große, das sich im Wort Priestertum verbirgt.“

In diesem Sinn ist Pater Kentenich von Gott geformt worden. Irdisches und Himmlisches zusammen zu bringen, angefochtene Wahrheit und geschenkte Liebe, das ist von Anfang an das Ringen in seiner Berufung und die Gnade der Reifung, die Gott ihm schenkt. Auf seinem Primizbildchen lässt er sein Gebet abdrucken, das seine innere Sehnsucht spiegelt: „Verleihe, o mein Gott, dass alle Geister in der Wahrheit und alle Herzen in der Liebe sich einigen.“

Damit ereignet sich in ihm, was sich in Maria, der ersten Glaubenden des Neuen Bundes, zeigt, die in ihrem Ringen und in ihrer Bereitschaft zur Schwester aller Menschen wird. Ihre Fragen an den Engel sind seine Suche nach Wahrheit. Ihr Fiat auf die Botschaft des Engels ist Vorbild für seine Bereitschaft, Werkzeug der Liebe Gottes zu werden, die sich verschenken will. Diese innere Ausrichtung eines Apostolates, das Gott dadurch formt, dass der Mensch es wagt, leuchtet in Maria auf. Sie gibt sich ganz Christus hin und wird mit ihm uns allen geschenkt. Sie zeigt: Je mehr sich die menschliche Person hingibt, umso mehr findet sie sich selbst.

Das ist die Dynamik des Priestertums Jesu Christi. Pater Kentenich bringt sie so zum Ausdruck: „Es gibt wohl kaum etwas, was uns innerlich so froh und frei machen kann als: benutzt zu werden in der Hand des Werkmeisters. Wo also mein Werk von Schwäche durchlöchert ist, fällt es mir nicht schwer zu sagen: Das ist mein Werk; wo es begnadet ist, fällt es mir nicht schwer, all das zurückzuführen auf den göttlichen Werkmeister. In großen Schwierigkeiten werden wir wissen: Gott wirkt, ich helfe bloß ein wenig mit. Dadurch wird letzten Endes auch das Gründerbewusstsein zum Gestaltungsbewusstsein.“

Pater Kentenichs Mut zur Mission nimmt Maß daran, wie Maria Christus zur Welt bringt. Seine Bereitschaft zum Apostolat wird inspiriert durch den Geist und die Gründung Vinzenz Pallottis. Pater Kentenich, der heute vor 100 Jahren in Limburg durch Bischof Vieter zum Priester geweiht wurde, wird in dieser Spur zu einer „Gründergestalt“. Die Mentalität von Gründerzeit scheint vielen heute weit entfernt, wo doch öffentliche Meinungen und Medien eher eine Endzeitstimmung herbeireden und -schreiben wollen, wenn es um das Priestertum in der Kirche Jesu Christi geht. Aufbruch und Erneuerung beginnen aber nicht mit offenen Briefen, sondern nur mit offenen Herzen. Offenheit als Wesenszug einer marianischen Berufung in der Kirche ist das Hören. Es ist die Demut, nicht das erste und das letzte Wort haben zu wollen. In dieser Bereitschaft liegt Bewegung. Wo Gott zuerst zum Sprechen kommt, fällt die Antwort des Menschen anders aus. So kommt der Weg der Kirche in Gottes Zukunft anders in den Blick. Dann sind es nicht Debatten im Scheinwerfer der Öffentlichkeit, die aufwühlen, sondern Dialoge, die die Gravitation unseres Glaubens erspüren. Berufung aus dieser Tiefe, die in die Weite geht. Gründer sind näher an den Fundamenten. Das gibt ihren Worten und Werken eine größere Stabilität. In seinem eigenen Ringen um Gewissheit und Verlässlichkeit bekennt Pater Kentenich: „Was Menschen mir nicht geben konnten, … das ist mir unmittelbar von Maria geworden. (…) Vielleicht ahnen Sie, dass eine zarte Liebe zur Gottesmutter tatsächlich eine Offenheit (Geöffnetheit) schenkt für das Religiöse, eine Geöffnetheit, die nicht sehr leicht überbietbar ist.“

Wo die Kirche Erneuerung sucht, müssen ihre Fundamente offen gelegt werden. Nur der Blick auf das, was getragen hat und trägt, gibt die Perspektive für das, was weiterführt. Gründergestalten leben aus solcher Tuchfühlung mit dem Anfang und haben in Bedrängnissen die Belastbarkeit der Statik des österlichen Glaubens erprobt. Sie vermittelt sich, wo wir dreierlei im Blick behalten:

I. Die Verbindung mit Christus im Abendmahlsaal aufnehmen.

Am Abend vor seinem Leiden beginnt, was der Auferstandene seiner Kirche am Ostermorgen eröffnet. Diese Spannung ist das Wesen der Eucharistie und der innerste Nerv des Priestertums. Die Weihe holt den Priester in den Abendmahlssaal. Sie nimmt ihn mit in die Bedrängnis und in das Leiden Christi und sie führt ihn über sich und seine Grenzen hinaus in die Liebe und in das Leben des Auferstandenen. In dieser Spannung sind die Apostel mit Maria nach Ostern im Abendmahlssaal versammelt. Der Schrecken des Karfreitags steckt ihnen genauso in den Gliedern, wie das Staunen über Ostern. Die Eucharistie verbindet beides miteinander. Im Leiden ist die Liebe und in der Liebe ist die Erlösung.

Die Priesterweihe von Joseph Kentenich – heute vor 100 Jahren hier in Limburg – hat einen Menschen so in die Verbindung mit Christus gebracht, dass sich der österliche Anfang und der Aufbruch der Kirche durch ihn verströmt. Priesterlicher Dienst als die Berufung, den Anfang lebendig zu halten und die Fundamente offen zu legen, ist Gottes Initiative, die er durch Menschen in jede Zeit neu hineinträgt. Im Blick auf ein Jahr, das viele in der Kirche durch die Verfehlungen einzelner bis in die Grundfesten erschüttert hat, begreifen wir neu den Schatz glaubwürdig gelebter Berufung und zugleich die rettende Macht Gottes, die über menschliche Grenzen hinausführt. Priesterlicher Dienst als täglich gelebte Verbindung mit Christus im Abendmahlssaal braucht deshalb die tägliche Feier der Eucharistie als ein bleibendes dankbares Staunen über Gottes Initiative in unserem Leben. Hier gilt, was Papst Benedikt XVI. uns Priestern vor wenigen Wochen auf dem Petersplatz als Ermutigung gegeben hat: „Wenn das Priesterjahr eine Rühmung unserer eigenen menschlichen Leistungen hätte sein sollen, dann wäre es durch diese Vorgänge (die uns in diesem Jahr so belasten) zerstört worden. Aber es ging uns gerade um das Gegenteil: Das Dankbar-Werden für die Gabe Gottes, die sich in ‚irdenen Gefäßen’ birgt und die immer wieder durch alle menschliche Schwachheit hindurch seine Liebe in dieser Welt praktisch werden lässt. So sehen wir das Geschehene als Auftrag zur Reinigung an, der uns in die Zukunft begleitet und der uns erst recht die große Gabe Gottes erkennen und lieben lässt. So wird sie zum Auftrag, dem Mut und der Demut Gottes mit unserem Mut und unserer Demut zu antworten.“

Liebe Mitbrüder, die Verbindung mit Christus im Abendmahlssaal führt nicht ohne ‚Grund’ in die dreimalige Frage des Auferstandenen an Petrus: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ (Joh 21,16). Die Antwort des Petrus will in jeder Hl. Messe, die wir feiern, zu unserem persönlichen Bekenntnis werden: „Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebhabe“ (Joh 21,17).

Zelebration ist diese Identifikation. In dieser Betrachtung wird der Priester zur Ikone Christi. In dieser Bewegung gewinnt der Priester im Abendmahlssaal den Blick dafür, dass er nicht alleine dasteht. Die Communio am Anfang der Apostelgeschichte wird zur Orientierung, wo der Priester Halt finden kann, wenn er ein Zweites vor Augen hat:

II. Die Verbundenheit mit Maria suchen

Dieses Zeugnis gibt uns Pater Kentenich. Als Kind hat ihn seine Mutter in den Bedrängnissen ihres Lebens der Gottesmutter geweiht. Für sein Leben und seine Berufung wird dieses Ereignis prägend. Er schreibt einmal: „Wir wollen lernen, uns unter dem Schutz Marias selbst zu erziehen zu festen, freien, priesterlichen Charakteren.“ Im Pfingstbild der versammelten Apostel mit Maria wird die Gottesmutter zum Brennpunkt für die junge Kirche. Aus ihr strahlt das Licht und die Leidenschaft, um die die Jünger noch ringen. Ihre Nähe tut dem Priester gut!

Liebe Mitbrüder, je tiefer wir die Gemeinschaft mit der Gottesmutter suchen, desto herzlicher wird unser Glaube und unsere Berufung! In der betenden Gemeinschaft mit Maria dreht sich mancher Sturm im Leben, den wir als beißenden Gegenwind empfinden in einen Rückenwind. Den bekommt die junge Kirche an Pfingsten, um aus dem Abendmahlssaal in die Welt hinein gehen zu können.

Die Verbundenheit mit Maria zu suchen, das bedeutet eine doppelte Sorge für das Obergemach. Dort, wo sie mit den Aposteln einmütig im Gebet verharrt, entsteht im Glauben eine Gemeinschaft, die das Leben trägt. Die Apostel sind nicht einsam. In ihrer ganzen Verfügbarkeit für Christus finden sie eine größere Aufmerksamkeit füreinander. Diese Verantwortung der Priester hat Papst Benedikt XVI. im Blick, wenn er den Mitbrüdern bei seinem Besuch in Fatima unlängst in Erinnerung gerufen hat: „Sorgt (auch) füreinander und unterstützt euch brüderlich. Die gemeinsamen Zeiten des Gebetes und der Fortbildung sowie das Mittragen der Herausforderungen des priesterlichen Lebens und Wirkens der Mitbrüder sind ein notwendiger Teil eures Lebens. Wie schön ist es, wenn ihr euch gegenseitig in euren Häusern aufnehmt und dabei den Frieden Christi in euren Herzen habt. Wie wichtig ist es, dass ihr einander im Gebet und mit guten Ratschlägen und Unterscheidungshilfen beisteht! Seid besonders achtsam, wenn die priesterlichen Ideale manchmal an Kraft verlieren oder wenn jemand Beschäftigungen nachgeht, die nicht ganz mit dem übereinstimmen, was einen Diener Jesu Christi eigentlich ausmacht.“

Zur Sorge für das Obergemach im priesterlichen Leben gehört damit auch die Pflege einer priesterlichen Lebenskultur. Glaube braucht Gestalt und priesterliches Leben braucht eine Form, die Gebet und Gastfreundschaft erfahrbar machen. Bei sich so Zuhause sein zu können, dass andere sich bei uns beheimatet fühlen, gehört zur Seelsorge der Kirche und zur Sorge für die eigene Seele im Dienst am Evangelium. Wie heimatlos kann das Leben werden, wenn man erfahren muss, dass einem kein Zuhause zugedacht ist. Heimat im Obergemach ist nicht Rückzug aus der Welt, sondern Sammlung für die Sendung. Bei den Menschen zu stehen und für sie einzustehen, ist nur möglich, wo wir in Gott zuhause sind. Wo Stürme zu Orkanen eines Gegenwindes werden, braucht es – wie die Dichterin Nelly Sachs ins Wort bringt – die ‚Nachtherberge des Glaubens’.

Unter dem Schutzmantel Marias haben wir ein Zelt, das schützt und enge Verbundenheit stiftet. Wo uns gerade Bedrängnis herausfordert, enger zusammen zu rücken und beieinander zu bleiben, bekommen wir ein drittes in den Blick:

III. Die Verbindlichkeit im Leben der Kirche bezeugen

Ohne Kirche kann der Christ nicht glauben. Die Kirche ist der Leib Christi. Wer in diesem Organismus lebt, spürt, wie die sakramentale Verbindung mit Christus eine Verbindlichkeit ausprägt, die deutlich macht: Im Glauben geht es nicht um Mehrheit, sondern um Wahrheit. In Christus zu bleiben, das ist die Verbindlichkeit des priesterlichen Lebens, die eine Strahlkraft in die Welt hat.

Liebe Schwestern und Brüder, zu bleiben, wo andere gehen, ist wohl das stärkste Zeichen einer Freundschaft, von dem wir Menschen, von dem die Kirche zu allen Zeiten lebt. Man vergisst im Leben nicht, wer geblieben ist als andere gingen. Mit Leidenschaft lädt Jesus seine Jünger (im Johannesevangelium) ein, zu bleiben. Das griechische Wort für „bleiben“ lautet „diameno“. Darin enthalten ist das uns geläufige Wort Diamant. Diamanten bestehen aus Kohlenstaub, der sich über Millionen von Jahren abgelagert hat und so zu den festesten Materialien geworden ist, die wir überhaupt kennen. Aber erst dann, wenn solche Steine geschliffen werden, entsteht das bezaubernde Funkeln eines Schmuckstücks, das sie zu den teuersten Juwelen macht, die wir kennen.

So ist es auch mit dem „bleiben“, mit der gelebten Treue im Glauben. So ist es auch mit dem zölibatären Leben, das den Priester christusförmig macht. Es nimmt Maß an der Lebensform Jesu, der uns seine radikale Verfügbarkeit für Gott und die Menschen geschenkt hat. Der Zölibat braucht die Communio der Kirche. Er braucht das täglich treue Gebet des Priesters und die Unterstützung der Gläubigen. Der Zölibat ist nicht Einsamkeit, sondern Erfüllung, wo er das Echo des Evangeliums in die Welt trägt und die Resonanz des Gottesvolkes erfahren darf. Papst Benedikt hat der ganzen Kirche diese Ermutigung mitgegeben, als er zum Abschluss des Priesterjahres sagte: „Der Zölibat, das zeigt gerade die Kritik, ist ein großes Zeichen des Glaubens, der Gegenwart Gottes in der Welt. Bitten wir den Herrn, dass er uns hilft, uns von den zweitrangigen Skandalen zu befreien, dass er das große ‚Ärgernis’ unseres Glaubens gegenwärtig macht: das Vertrauen, die Kraft unseres Lebens, das auf Gott und Jesus Christus gegründet ist.“

Liebe Schwestern und Brüder, weil der Zölibat der Priester diese Quelle der Glaubens als Zeichen für die Welt anschaulich machen will, sind wir als Kirche Christi gut beraten, verbindlich an dieser Lebensform Christi festzuhalten. Und wir wollen als Kirche alles dafür tun, dass er glaubwürdig und treu, erfüllend und einladend gelebt werden kann. Er ist im Spannungsbogen unseres christlichen Zeugnisses in einer säkularen Welt wie der eine und unverzichtbare Brennpunkt einer Ellipse, deren anderer das Beispiel einer sakramental gelebten Ehe und Familie ist. Beides lag Pater Kentenich als Gründer der Schönstattbewegung so sehr am Her6 zen. Wie sehr dieser Zusammenhang eine fruchtbare Berufungspastoral ermöglicht, zeigt sich in der großen Glaubensfamilie von Schönstatt.

Liebe Schwestern und Brüder, der 100. Jahrestag der Priesterweihe von Pater Joseph Kentenich führt uns in stürmischen Zeiten dankbar vor Augen, worauf die Kirche Christi gegründet ist, und was ihr Halt gibt, wenn Meinungen und Medien sie nicht nur in Frage stellen, sondern nicht selten auch verletzen: Es ist die Verbindung mit Christus im Abendmahlssaal, die Verbundenheit mit Maria und die Verbindlichkeit im gelebten Zeugnis der Kirche. Aus dieser Rückbindung erwächst ein Fühlen mit der Kirche, ein „sentire cum ecclesia“, das sensibel macht für die Wunden, bereit zur Umkehr und wach für eine lautere Erneuerung. In diesem österlichen Horizont vermittelt sich das Zeugnis einer Gründergestalt wie Pater Joseph Kentenich als Ermutigung zum Aufbruch. Nicht zusehen, sondern hinsehen; nicht kritisieren, sondern engagieren; nicht lamentieren, sondern motivieren; – Gründer vermitteln diese Entschiedenheit und bewegen so über ihre irdische Lebenszeit hinaus.

Amen.

 

 
 

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