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Samstag 17.11.2018, 06:22 Uhr
(c) 2018 Erzbistum Bamberg

Schicksalhafte Begegnungen in Kunst umgesetzt
Diözesanmuseum zeigt bis 20. November Werke des Klausenburger Graphikers Hans Loew; Domkapitular Göller dankt bei der Eröffnung für Schenkung der Exponate
Freuen sich über die gelungene Präsentation im Diözesanmuseum (von rechts): Domkapitular Luitgar Göller, Hans Loew und Dekan Wolfgang Angerer (Röthenbach), der bei der Eröffnungseröffnung das künstlerische Werk Loews vorstellte.

Bamberg. (bbk) Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten haben ihn und sein Werk geprägt: mit den Künstlern Pablo Picasso und Henri Matisse, dem Philosoph Ernst Bloch oder dem Literat Samuel Beckett. Alle Begegnungen setzte er selber in Kunst um. Auch eine schicksalhafte mit der Propheten- und Apostelreihe des Georgenchores im Bamberger Dom. Die Rede ist von dem 1919 in Klausenburg/Rumänien geborenen Graphiker Hans Loew. 33 Werke, davon drei Druckstöcke, aus den letzten Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens sind jetzt im Diözesanmuseum zu sehen.

Der Titel der Ausstellung lautet „Wege“. Denn das Weghafte ist charakteristisch für die Kunst und Biographie von Hans Loew, wie Dekan Wolfgang Angerer bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 16. Oktober, in der Krypta des Bamberger Domes betonte. Domkapitular Prälat Luitgar Göller, Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur im Erzbischöflichen Ordinariat, erinnerte daran, dass das Diözesanmuseum bereits vor zehn Jahren Loew eine erste Ausstellung gewidmet hatte. Damals war es ausschließlich um Loews künstlerische Auseinandersetzung mit den Chorschranken des Bamberger Domes gegangen. Dieses Mal zeigt das Diözesanmuseum verstärkt jüngere Arbeiten des inzwischen 89-jährigen Künstlers. Auffällig sind vor allem die „farbigen Experimente“, die nach einem Ausstellungsbesuch mit Bildern des russischen Malers Sergej Poliakoff 2007 entstanden sind. „Diese Frische, diese Energie, diese geistige und geistliche Beweglichkeit zeichnet Hans Loew aus“, erläuterte Göller. Genau so wie die Lebensfreude. Loew, so Wolfgang Angerer, gelinge es, sie in seinem künstlerischen Werk deutlich werden zu lassen, ob in den Punkten, in Spiralen oder in Farbe gehüllt.

Aber nicht nur als Künstler, auch als Gönner zeigt sich Loew als Einer, der etwas zu Geben hat. Sämtliche Zeichnungen und Werke der Ausstellung hat er dem Diözesanmuseum vermacht. Göller dankte dem bei der Ausstellungseröffnung anwesenden Graphiker für seinen Großmut und würdigte den Künstler und Gönner Hans Loew mit den Worten eines Psalmisten: „Er trägt die Frucht noch im Alter und bleibt voll Saft und Frische.“

Hans Loew. Wege. Ausstellung im Kreuzgang des Bamberger Domes vom 17. Oktober bis 20. November 2008. Öffnungszeiten Montag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiger Katalog erschienen, der für 13,80 € an der Kasse des Diözesanmuseums erhältlich ist.

Datum: 18.10.2008
Autor: ep

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