http://www.moriah.de/eob/dcms/sites/moriah/nachrichten/chile_2018/bericht_14-01.
html
Mittwoch 17.07.2024, 20:00 Uhr
(c) 2024 Haus Moriah

 

Bericht von der Reise zum Regiotreffen der Regio Nuevo Belén

vom 4.-15.1.2018 in Santiago de Chile

Generalrektor Dr. Christian Löhr 

9.

Samstag, 13.1.2018

Die meisten Mitbrüder sind bereits abgereist oder brechen nach der Hl. Messe und dem Frühstück auf. Michael Hergl, Helmut Rügamer und ich fahren mit dem Bus E 72 nach S. José de Maipo, das etwa 90 Minuten entfernt liegt. Der Bus kostet wenig und wir können auf der Fahrt etwas vom Leben der Leute hier mitbekommen. Öfter habe ich den Eindruck, nun sei der Bus aber wirklich voll, da kommen immer noch Leute herein. Einige junge Leute sind mit großen Rucksäcken ausgestattet und wollen offensichtlich zu einer Tour in die Berge.

San José de Maipo
Als wir am Hauptplatz im Gebirgsstädtchen S. José de Maipo ankommen, läutet das Carillon gerade den Hochzeitsmarsch von Mendelssohn. Es handelt sich aber um Lautsprecher im Kirchturm, aus denen das Glockenspiel kommt. Vor der Kirche steht die Braut; wer der Bräutigam ist, sind wir uns nicht sicher.

Wir drehen eine Runde um den Hauptplatz und schauen uns die Verkaufsstände an. Ich kaufe etwas Honig und Helmut ein Röhrenstabspiel für den Windfang. Zu Essen kaufen wir uns eine Kleinigkeit auf die Hand und essen in einer kleinen Parkanlage. In einem Geschäft, über dem „Tourismusinformation“ steht, fragen wir nach interessanten Zielen. Die Dame hat keine Prospekte, sondern ist die Auskunft in Person. Sie rät uns, mit einem Taxi weiter in die Berge hinein zu fahren. Hier am Ort sei nichts zu sehen und auch zum Fluss könne man kostenfrei nicht hinunter.

San José de Maipo
Wir kommen dann aber sehr leicht zum Fluss, der aus dem Gebirge kommt, ganz lehmig und reißend ist. Außerdem finden wir noch einen schönen, wohl erst vor kurzem angelegten Treppenaufstieg „Mirabella“ auf eine Höhe über dem Städtchen mit schönem Blick. Wir hatten unten an einem Café gelesen, dass es „cafe a grano“, also Filterkaffee und Apfelkuchen gibt. Dieses Café suchen wir nochmals auf und sind enttäuscht, dass es doch nur Instandkaffee und keinen Kuchen gibt.

 

 

Wir fahren mit einem Bus zurück zum Heiligtum nach Bellavista, steigen aber auf halber Strecke in „puntas altas“ in die Metro um. An der Station kaufen wir noch zwei Kilo köstliche Kirschen für etwa € 1,50 und ich lasse das Armband meiner Uhr wechseln.

Michael Christian Helmut

 

 

 

 

Nach dem Kofferpacken halten wir deutsche Mitbrüder noch eine Anbetung mit Vesper. Zum Abendessen mit allen, die noch hier sind, kommt nochmals P. Raul Rasbun, um sich von uns zu verabschieden. Bei Tisch sprechen wir über den am kommenden Montag beginnenden Papstbesuch in Chile.

P. Raul erzählt, dass im Vorfeld die öffentliche Aufmerksamkeit leider sehr stark und fast ausschließlich auf Bischof Juan de la Cruz Barros gelenkt wird. Ihm wird vorgeworfen, schwere sexuelle Vergehen gedeckt zu haben. Er war früher Militärbischof Chiles. Bei seiner Amtseinführung als Diözesanbischof von Osorno im Süden des Landes hat es gegen ihn Tumulte und Handgemenge gegeben. Nun soll der Nuntius im Vorfeld des Papstbesuches diesen Bischof gebeten haben, eine freiwillige Auszeit zu nehmen. Der Vatikan habe dieser vorgeschlagenen Lösung aber widersprochen. Diese Polemik überschattet nun das Warten auf den Papst in Chile.

Heiligtum Bellavista
Heiligtum Bellavista

 

 

 

Nach dem Abendessen gehen wir ein letztes Mal durch den schönen Garten zum Heiligtum und danken für die gesegneten Tage. Ich bete auch besonders um einen gesegneten Papstbesuch und reiche Gnaden für Chile.

 

 

 

Fortsetzung

http://www.moriah.de/eob/dcms/sites/moriah/nachrichten/chile_2018/bericht_14-01.
html
Mittwoch 17.07.2024, 20:00 Uhr
(c) 2024 Haus Moriah