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Mittwoch 17.07.2024, 21:32 Uhr
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Mein Besuch bei unseren polnischen Mitbrüdern 13.-24.2.2018

Generalrektor Dr. Christian Löhr

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Samstag, 17.2.2018

Mit_der_Mutter_von_Henryk_in_der_Küche_des_Pfarrhauses
Mit_der_Mutter_von_Henryk_in_der_Küche_des_Pfarrhauses
Nach dem Frühstück vor der Abfahrt mit Henryk zum Schönstattzentrum Gora Chelmska mache ich ein Erinnerungsfoto zusammen mit seiner Mutter, Frau Agnieszka Romanik, in der Küche des Pfarrhauses.  

Henryk zeigt mir noch seine „Pontifikalien“, wie er sie liebevoll nennt: Fotos von seinen Begegnungen mit Papst Johannes Paul II. während seines Studiums an der „Anima“ in Rom und später bei den Besuchen des heiligen Papstes in seiner polnischen Heimat.

Kurz nach 10.00 Uhr sind wir wieder bei den Schwestern am Heiligtum. Kaszik und Sbyszek Dudojc stehen schon vor der Tür. Sbyszek spricht nicht Deutsch, so dass die Kommunikation heute auch teilweise in Englisch abläuft. Unsere drei polnischen Mitbrüder treffen sich leider nicht regelmäßig, obgleich sie zur selben Diözese Koszalin gehören.

Mein Besuch hat sie nach längerer Zeit nun wieder einmal zu einem Gruppentreffen zusammengeführt. Dafür sage ich zuerst meinen Dank und meine Freude. Auch äußere ich, dass ich gekommen bin, die Mitbrüder kennenzulernen, zusammen als auch einzeln in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen. Dafür sind sie dankbar und ermutigen mich, gern auch Fragen an sie zu stellen und Dinge, die mir auffallen, zu benennen.

Kaszimierz Klawczynski arbeitet seit fünf Jahren als Kaplan am hiesigen Heiligtum und ist Diözesanmoderator der diözesanen Schönstatt-Bewegung. Er hat Schönstatt im Priesterseminar kennengelernt. Damals waren es noch sieben Schönstätter. Im Jahr 1979/1980 hatte er Kontakt zu Karl-Heinz Mengedodt. Erzieher waren dann Hermann Gedemer und Werner Krimm. 1991 hat er seinen Ewigkontrakt geschlossen. Er gehört zum neuen Zönakulumskurs. Er war Sekretär von Bischof Ignaz Jez. 2004 wurde sein Kurs fusioniert und neugegründet zusammen mit lateinamerikanischen Mitbrüdern. Vor sechs Jahren war der letzte Besuch von Peter Wolf hier. Kaszik hat regelmäßig telefonischen Kontakt mit Otto Maurer.

Sbyszek Dudojc hat Schönstatt über Zygmunt Czaja in der Schule kennengelernt. Seine Priesterweihe war im Jahr 1992. Er gehört zum Kurs mit den tschechischen Mitbrüdern. Erzieher waren Hermann Gedemer und Michael Hergl. Sein Kurs ist mit Michael Hergl als Erzieher drei Tage von Ingolstadt nach Dachau gelaufen. Ewigkontrakt war 2003.

Henryk Romanik hat um 13.00 Uhr eine Beerdigung in seiner Pfarrei. Wir haben keine Zeit mehr, dass auch er sich vorstellt und von sich erzählt. So beten wir stattdessen noch die Sext und den Angelus in der Hauskapelle. Am kommenden Freitag werden wir uns ein zweites Mal zu einer Gruppenstunde zusammensetzen und weiter austauschen.

Die Schwestern haben ein leckeres Mittagessen vorbereitet. Danach verabschiedet sich Sbyszek, um in seine Pfarrei zurückzufahren. Montag und Dienstag werde ich ihn dort besuchen können.

Kreuzwegandacht
Kreuzwegandacht
Um 14.00 Uhr haben sich etwa 40 Schönstätter meist mittleren Alters unten am Berg eingefunden, um den Kreuzweg zum Heiligtum hinauf zu beten. Kaszik spricht das Eingangsgebet. Die Meditationen zu den Kreuzwegstationen (an den Bäumen angebracht) liest abwechselnd ein Ehepaar der Familien-Liga. Zu Beginn jeder Station knien wir uns nieder, trotz des aufgeweichten Weges. Die 12. Station „Jesus stirbt am Kreuz“ beten wir ganz im Knien. Oben im Heiligtum ist der Abschluss mit dem Barmherzigkeits-Rosenkranz um 15.00 Uhr und dem Schlusssegen.

Kaszik lädt dann in das Exerzitien- und Konferenzzentrum der Diözese Koszalin neben dem Priesterseminar ein. Kaszik nimmt drei Damen und mich dorthin in seinem Auto mit. Das Exerzitienhaus ist erst vor 10 Jahren eingeweiht worden. Es ist sehr schön und modern, wie ein Hotel. Man erzählt mir, dass ein österreichischer Unternehmer, der hier geschäftlich viel zu tun hatte, dieses Haus weitestgehend gestiftet hat. Außer uns ist noch eine größere Gruppe im Haus im Zusammenhang der Diözesansynode des Bistums Koszalin, die über mehrere Jahre läuft.

Nach dem Ankommen ist Zeit für Gespräche bei einem Becher Kaffee. Dann beginnt im Saal mein Vortrag zum Kentenichjahr. Henryk hat zentrale Aussagen daraus im Vorfeld ins Polnische übersetzt. Ich trage meinen Vortrag abschnittsweise vor und blende dabei jeweils die zentrale Aussage in polnischer Sprache als PowerPoint einen. Henryk hat meinen Vortrag schriftlich vor sich und übersetzt sehr getreu. Ich bewundere die Aufmerksamkeit der Leute, die alles zweimal hören müssen, deutsch und polnisch.

Als Kaszik von den Schwestern zur Tür gerufen wird, merke ich, dass ich zum Ende kommen sollte, auch wenn wir erst etwa die Hälfte meines Vortrags geschafft haben. Gottlob kann ich aber ganz gut einen Einschnitt und Abschluss schaffen, so dass alle froh sind, sich nun mit einer Gurkensuppe im Speisesaal stärken zu können.

Nach dieser Pause ist noch eine Dialogrunde, bei der ich etwas zum Stand des Seligsprechungsverfahrens von Pater Kentenich, zu Karl Leisner und dem späteren Bischof und Kardinal Ignaz Jez im KZ Dachau und zur Väterlichkeit Pater Kentenichs in der Zeit seines Exils in Milwaukee sagen kann. Danach sind eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit in der modern und schön gestalteten großen Hauskapelle angeboten.

Der Heiligen Messe anschließend steht Altbischof Pawel Cieslik vor, den ich am Aschermittwoch schon in seiner Wohnung kennenlernen durfte. In der ausführlichen Predigt, die mir Kaszik ins Ohr übersetzt, kommentiert er sehr genau die Schrifttexte dieses ersten Fastensonntags. Die Messe wird sehr schön mit modernen geistlichen Liedern von drei Musikern mit Gitarren und E-Piano begleitet. Am Ende der Messfeier dankt ein Ehepaar Bischof Pawel und mir mit je einem Blumenstrauß. Ich erhalte auch eine Ikone der Schwarzen Madonna von Tschenstochau und Ansichtskarten vom Heiligtum. So geht dieser schöne, intensive Tage zu Ende.

Fortsetzung 

Zeitungsbericht (mit Google-Übersetzung) und Fotos 

 

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