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Haus Moriah Nachrichten Bericht 10.01.2020

Moriah - Bellavista
 
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Freitag, 10. Januar 2020

Heute ist der letzte Tag unseres Regiotreffens. Wir reflektieren auf die letzten Tage. Geleitet hat uns in den letzten Tagen bei der Frage nach dem Willen Gottes die Methode der Pastoral am Puls (Kentenichpastoral) mit der pastoralen Schriftrolle. Verschiedene Symbole haben unsere Aufmerksamkeit fokussiert auf: was uns bewusst geworden ist (Licht), Schwierigkeiten (Knoten), wiederkehrende, gemeinsame Erfahrungen (verschmolzene Herzen). Das wichtigste, leitende Symbol ist das des Heiligen Paulus aus dem neuen Testament der geöffneten Tür. Wir fragen uns, wo in unseren Erfahrungsräumen uns Gott Türen geöffnet hat und uns einlädt, hindurchzugehen.

Bellavista-Heiligtum in der Abendsonne

Bellavista-Heiligtum in der Abendsonne

Bei unserer Reflexion beschäftigt uns vor allem die Thematik der Berufungspastoral: alle Länder des Conosur sind von einer Berufungskrise gezeichnet. Nur wenige junge Männer treten in die Priesterseminare ein. Von daher haben wir hier im Moment auch keine Interessenten und Kandidaten für unsere Gemeinschaft. Diese Situation ist belastend.

Schnell gelangt unser Austausch an den Punkt, welche Strategien der Nachwuchsgewinnung wir versuchen sollten. Unser ältester Mitbruder, Raúl Hasbun, spricht sich für die traditionellen Methoden aus, das Berufungsanliegen besonders ins Gebet zu nehmen (Priesterdonnerstag, eucharistische Anbetung um Priesterberufungen, verstärktes Gebet um Berufungen durch kontemplative Klostergemeinschaften). Reinhold Nann macht darauf aufmerksam, dass die Kentenichpastoral, wie sie uns vor einem Jahr beim hiesigen Regiotreffen Kurt Faulhaber nahegebracht hat, nicht von unseren Strategien ausgeht, sondern darauf schaut, wo Gott uns Türen für unser Tun öffnet. Wo haben wir im Berufungsbereich Erfahrungen, die wir aufnehmen und stärken können?

Marcelo Cervi bei der Arbeit mit der Schriftrolle

Marcelo Cervi bei der Arbeit mit der Schriftrolle

An dieser Stelle nimmt unser Austausch deutlich Fahrt auf: alte Kirche steht gegen neue, alte Wege gegen neue, mechanistisches Weltbild gegen ganzheitlich-dynamisches. Es ist schade, dass heute unser letzter Tag ist. Mit dem Mittagessen endet unser Regiotreffen. Aus Zeitgründen beschließt Regiorektor José Parodi unser Ringen um den richtigen Weg mit der Bitte, wir mögen in diesem Jahr als unseren besonderen Beitrag zur Berufungspastoral unseren monatlichen Rechenschaftsbericht besonders ernst nehmen: unsere tägliche geistliche halbe Stunde, unser Vaterstudium eine Stunde lang pro Woche, die einmal monatliche Geisteserneuerung, die schriftliche Kontrolle der geistlichen Tagesordnung jeden Tag und unser Finanzbericht. In diesen Punkten des RB drückt sich die Treue zu unserer Gemeinschaft aus. Wenn wir das überzeugend leben, strahlt es aus auf andere, die dadurch Interesse an unserer Gemeinschaft finden. 

 

Am späteren Vormittag habe ich die Möglichkeit, aus unserer internationalen Gemeinschaft zu berichten:

Die internationale Erziehertagung im letzten August auf Moriah hat ein erneuertes Curriculum für die Erziehungszeiten in unserer Gemeinschaft erarbeitet, das regional ergänzt werden kann und soll. In den Zwischenzeiten zwischen den Intensivzeiten soll jeder Kurs einen Kursbegleiter bekommen. Eines der wichtigsten Anliegen unserer Gemeinschaft ist und bleibt die Schulung der Erzieher, im nächsten Schritt auf Ebene der Regionen. Das „Grüne Buch“ wird gerade überarbeitet. Die Ergebnisse werden dem nächsten Generalkongress vorgelegt werden.

Von Belmonte hatte gestern schon Marcelo berichtet. Ich überspringe deshalb diesen wichtigen Punkt.

Aus unserem Vaterhaus Berg Moriah berichte ich, dass es der neuen Betriebsleitung gelungen ist, die Auslastung unsere Hauses auf fast 40% zu steigern. Mit Gerold Reinbott hoffen wir einen guten Nachfolger für Dr. Wilhelm Mahlmeister als Hausgeistlichen gewinnen zu können. Eine Arbeitsgruppe arbeitet derzeit an einer neuen, international-viersprachigen Homepage unserer Gemeinschaft.

Ich berichte vom Bauprojekt eines neuen Schönstatt-Heiligtums mit Schulungsheim unserer Mitbrüder in Gitega (Burundi). Wir haben in der Regio Nazareth derzeit 20 Kandidaten, die für ihre Schulung angewiesen sind auf Zuschüsse unserer internationalen Gemeinschaft.

Aus der Regio Getsemani (Karibik) haben im vergangenen Sommer sechs Mitbrüder Ewigkontrakt geschlossen und waren zum Abschluss ihres Ewigtertiates in Schönstatt und Roma-Belmonte. Eines der großen Themen der Regio Getsemani ist das Schönstatt-Apostolat unserer Mitbrüder in der Begleitung von Schönstatt-Gruppen. Besondere Aufmerksamkeit liegt auch auf der Vitalisierung der Gruppentreffen. Unser Heiligtum Juana Diaz ist derzeit ohne Rektor. Der Generalrektor plant im Jahr 2020 das erste Mal einen Besuch bei den Mitbrüdern in Mexiko.

Auf den Philippinen haben im Juni 2019 fünf Mitbrüder des ersten Kurses in die Hand des Generalrektors ihren Kontrakt für drei Jahre erneuert. Armin Noppenberger war ihr Erzieher und bleibt nun ihr Kursbegleiter. Vier Kandidaten des zweiten Kurses wurden für den Erstkontrakt zugelassen. Es gibt bis zu 30 Interessenten an unserer Gemeinschaft.

2019 haben die Kurse selbst ihre Kursexerzitien organisiert. 2020 stehen Exerzitien unserer Gesamtgemeinschaft an. Der 5. Generalkongress hat empfohlen, dass die Kurse alle zehn Jahre nach ihrem Ewigkontrakt wieder eine Intensivzeit miteinander gestalten. Ein Thema der Kurse ist derzeit bei zu klein gewordenen Kursen Kursfusionen.

Ich habe unsere Mitbrüder der Regio Nuevo Belen zur Teilnahme an den Vaterexerzitien unserer internationalen Gemeinschaft vom 6.-20.8.2020 nach Milwaukee eingeladen. Mehrere Mitbrüder möchten teilnehmen.

Zu einigen der vorgestellten Punkte gibt es Nachfragen der Mitbrüder und wir kommen ins Gespräch darüber.

Für die geplante Neuauflage (Printausgabe) unseres Memoria international bitte ich die Mitbrüder, ihre Daten in einer von mir mitgebrachten Liste zu überprüfen und zu aktualisieren. Für aktuelle Fotos biete ich mich auch gleich selbst als Fotograf an.

Um 12.30 Uhr feiern wir die Abschlussmesse in der Hauskapelle. Heute präsidiert sie Marcelo Cervi und ermutigt uns in seiner Predigt, dass die Mitbrüder in der Regio Nuevo Belen geistigerweise in besonderer Weise mitbauen an der Mission von Belmonte unseres Vaters und Gründers, vor allem, was sein erneuertes Kirchenbild angeht.

Gruppenfoto nach der Abschlussmesse an der Statue des Hl. Josef

Gruppenfoto nach der Abschlussmesse an der Statue des Hl. Josef

Die ersten Mitbrüder reisen bereits nach dem Mittagessen ab. Es bleiben vor allem die Mitbrüder der drei Kurse „Ut patris missi“, „Sacerdotes filialiter in Moriah patris“ und „Filialiter“ zu ihrem Kurstreffen und zur Kursfusion in der kommenden Woche. Ich werde ihnen am kommenden Montag einen Einkehrtag halten.

Während sich die Kurse am Nachmittag treffen, habe ich viel Zeit, schriftliche Arbeiten zu erledigen. Als am Abend die große Hitze des Tages abkühlt, bete ich den Rosenkranz im Gehen auf dem Grundstück. Ein junger Mann spricht mich an, ob er beichten könnte. Am Abend nach dem Abendessen spielen wir Uno mit den Karten, die ich von Moriah mitgebracht habe.

Fortsetzung

 
 

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