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Haus Moriah Nachrichten COPA 2019 05

Copa2019
Reise in die Regio Getsemani
(Dominikanische Republik)
20.5.-3.6.2019

 Generalrektor Dr. Christian Löhr 


 

Donnerstag, 23. Mai 2019

Eine kleinere Gruppe von uns feiert um 7.30 Uhr die Heilige Messe im Heiligtum. Unser Regiorektor Carmelo steht dieser Messe vor. Im Anschluss machen wir ein Erinnerungsfoto vor dem Heiligtum.

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Nach der Morgenmesse vor dem Heiligtum Getsemani

Bei der Arbeitseinheit ab 9.00 Uhr schließt Kurt seine Ausführungen zur Kentenich-Pastoral ab. Danach sprechen wir darüber, wer künftig die Aufgabe der Begleitung unserer Kandidaten übernehmen soll, nachdem Weihbischof Benito diese Aufgabe in andere Hände legen muss. Die Regio macht den Vorschlag an die Generalleitung, dass Norberto diese Aufgabe übernehmen könnte. Er und Zacharias nehmen im kommenden August an der internationalen Erziehertagung in Moriah teil und werden von daher ohnehin geschult. Als künftiger Verantwortlicher für unsere Interessenten wird Zacharias empfohlen. Ich bitte darum, dass ich bald die notwendigen Anträge der Mitbrüder und die Stellungnahmen der Erzieher oder Gruppenrektoren und des Regiorektors erhalte.

Beim Heiligtum Getsemani
Beim Heiligtum Getsemani
Dann geht es um die Zukunft unseres Zentrums Getsemani. Regiorektor Carmelo berichtet uns von juristischen Schwierigkeiten. Die Verkäufer des Grundstückes an uns vor 40 Jahren stehen auf dem Standpunkt, nicht den vorderen Teil des Grundstückes, also vom Eingang bis hinter das Heiligtum und vor das Schulungshaus, verkauft zu haben. Sie erheben Anspruch auf dieses Grundstück und sind nur bereit, uns die Wege zu überlassen. Die von uns beauftragten Juristen haben inzwischen tatsächlich einen Widerspruch zwischen unseren Kaufverträgen und den Einträgen im Katasteramt festgestellt. Dieser Widerspruch hätte schon damals auffallen und bereinigt werden müssen. Nun muss auf juristischem Weg versucht werden, die Eigentumsverhältnisse zu klären. Bis dahin werden unsere drei Bauprojekte, ein Empfangshaus im Eingangsbereich, die Aufstockung des Schulungsheimes und die Verwendung des hinteren Grundstückes für eine große Solarenergieanlage zurückgestellt.

Wir vereinbaren auch den Zeitpunk für die COPA im nächsten Jahr, vom 18.-20.5.2020. Ich ermutige unseren mexikanischen Mitbrüder, dass sie auch im nächsten Jahr zur COPA kommen und verspreche, zu versuchen, im Anschluss einen ersten Besuch bei Ihnen in Mexiko zu realisieren.

Als wir mit unserer Tagesordnung am Ende sind, setzen sich Kurt, Cualo und ich noch etwas mit unseren Interessenten zusammen. Kurt stellt ihnen Fragen und beantwortet ihre Fragen. Eine gute, intensive Begleitung unserer Interessenten ist eine wichtige Aufgabe.

Ich verlasse das Gespräch mit den Interessenten, weil ein Kameramann vom diözesanen Fernsehen gekommen ist, um einige Eindrücke am Ende der COPA aufzunehmen. Unser P. Oscar hat einen Beitrag in diesem Fernsehkanal jeden Samstag zu verantworten und ist froh, in dieser Woche einen Beitrag über Schönstatt senden zu können. In einem ersten Interview fragt P. Oscar unseren Regiorektor Carmelo und mich über den Schönstatt-Priesterverband und unsere Aufgaben. Ich kann etwas über meine Aufgaben als Generalrektor berichten und damit die Internationalität unserer Gemeinschaft darstellen. Im Anschluss werden unsere mexikanischen Mitbrüder interviewt. Sie berichten über die Situation der katholischen Kirche in ihrem Land und besonders die Berufungssituation.

Nach dem Mittagessen endet die COPA offiziell. Die ersten Mitbrüder brechen auf. Ich setze mich, wie im Vorfeld der Tagung vereinbart, mit den sechs Mitbrüder des Kurses „Amare et servire ecclesiam“ und ihrem Erzieher P. Oscar zusammen, um den Aufenthalt zum Ewigtertiat im August in Deutschland und Italien abzusprechen. Wir sprechen über die zu erwartenden Kosten des dreiwöchigen Aufenthaltes und die Stationen des Lebens von P. Kentenich, die wir besuchen werden.

Bisher war ich informiert, dass P. Oscar aus familiären Gründen nicht selbst mit nach Europa reisen kann. Deshalb muss die inhaltliche Arbeit, vor allem auch der Lebensroman, bereits abgeschlossen sein, wenn die Mitbrüder nach Europa aufbrechen. Im Mittelpunkt des Aufenthaltes an den Schönstatt-Orten steht dann die Lebensgeschichte von Pater Kentenich und unserer Bewegung.

P. Oscar möchte in den nächsten Tagen bei einem Gespräch mit einem Arzt prüfen lassen, ob er doch die Möglichkeit hat, den Kurs in Europa zu begleiten. Ansonsten ist vorgesehen, dass der Generalrektor die Begleitung in Deutschland während zwei Wochen übernimmt und Rektor Marcelo Cervi in Rom während einer Woche.

Ich bitte die sechs Mitbrüder, mir möglichst bis zum Pfingstsonntag ihre Anträge und Empfehlungen für die Zulassung zum Ewigkontrakt zuzuschicken, damit die Generalleitung bei ihrer Sitzung eine Woche später darüber sprechen und entscheiden kann.

Nun finde ich endlich Zeit, meinen Koffer zu packen. Kurt und ich werden von P. Juan Alberto in seinem Auto mitgenommen. Ich kenne diesen Mitbruder tatsächlich bisher kaum. Wir fahren in seine Pfarrei und machen auf dem Weg in Tenares am Haus der Marienschwestern Halt. Es wohnt dort eine kleine Gemeinschaft von fünf Schwestern. Zwei von ihnen sind da und heißen uns herzlich willkommen. Man serviert uns Eis und Limonade und wir kommen intensiv miteinander ins Gespräch. Für mich ist überraschend, dass Schwester Magdalia noch nie in Schönstatt war.

Besuch bei den Marienschwestern in Tenares mit P. Juan Alberto

Besuch bei den Marienschwestern in Tenares mit P. Juan Alberto

P. Juan Alberto ist Pfarrer der recht neuen Pfarrei „Zum guten Hirten“ in Salcero. Neben der modernen Kirche steht ein großes Pfarrhaus. Hier bekommen Kurt und ich jeweils ein Zimmer angewiesen. Wir haben etwas Zeit, bis wir mit Juan Alberto in die Innenstadt zur älteren Pfarrkirche fahren, etwa aus den 1920er Jahren.

Wir treffen dort auch den Pfarrer dieser Innenstadtpfarrei. In beiden Pfarrkirchen ist am heutigen Donnerstag vor den Abendmessen eucharistische Anbetung. Auf dem Weg zurück zur Pfarrei „Guter Hirt“ fahren wir am bisherigen Pfarrhaus vorbei, das Juan Alberto noch immer zum Übernachten nutzt. Im neuen Pfarrhaus arbeitet er nur und wohnt der Vikar Felix.

Um 19.00 Uhr feiern Kurt und ich als Konzelebranten mit Juan Alberto und einem ständigen Diakon die Abendmesse. Es sind viele Gläubige, auch Familien, gekommen. Juan hält eine längere Auslegung der Schrifttexte nach dem Evangelium und stellt Kurt und mich vor. Durch die laut summenden Ventilatoren verstehe ich leider nur sehr schlecht, was er sagt.

Abendmesse in der Pfarrei Bon Pastor von P. Juan Alberto

Abendmesse in der Pfarrei Bon Pastor von P. Juan Alberto

Am Ende der Messfeier werden alle Mütter zu einer besonderen Segnung nach vorn gebeten. Hier in der Dominikanischen Republik wird der Muttertag am letzten Mai-Sonntag, also in wenigen Tagen gefeiert. Kurt erhält den Weihwasserkessel, um nach der allgemeinen Segnung noch mit viel Weihwasser „nachzusegnen“. Die Frauen werden von der Pfarrei im Anschluss an die Hl. Messe noch zu einem Fest in den Pfarrsaal eingeladen.

Wir gehen ins Pfarrhaus zurück und essen mit Juan Alberto und seinem Vikar Felix zu Abend. Die Haushälterin hat leckeren Fisch gekocht und es gibt das dominikanische Bier „La presidente“. Wir tauschen uns angeregt über die pastorale Situation in diesem Land aus, vor allem die Gründe, warum auch hier junge Leute sich in den letzten Jahren mehr und mehr von der Mitfeier der Sonntagsmessen abgewandt haben.

Unsere Gastgeber ihrerseits befragen uns zur Aktion „Maria 2.0“ in Deutschland und die Reaktionen unserer Bischöfe. Kurt stellt aus Sicht der Pastoral am Puls die Notwendigkeit dar, die demonstrierenden Frauen ernster zu nehmen, als das bisher in der deutschen Kirche der Fall war und mit ihnen gemeinsam nach dem Willen Gottes zu fragen.

Um 22.00 Uhr verabschieden wir uns und gehen zu Bett.

Fortsetzung
 
 

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