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Haus Moriah Nachrichten COPA 2019 11

Copa2019
Reise in die Regio Getsemani
(Dominikanische Republik)
20.5.-3.6.2019

Generalrektor Dr. Christian Löhr 


 

 

Mittwoch, 29. Mai 2019

Ich treffe mich mit Andres um 7.00 Uhr, um einen Strandspaziergang zu machen. Das Bischofshaus liegt nur etwa 200 Meter vom Meer entfernt. Die Anlagen am Meer waren wohl einmal recht schön, sind jetzt aber ungepflegt, teilweise kaputt und schmutzig. Wir machen ein Foto an einem alten Zug, mit dem früher das Material aus den Zuckerrohrplantagen abtransportiert wurde.

Am Strand von Barahona
Am Strand von Barahona
 
Morgenstimmung beim Morgenspaziergang am Strand von Barahona
Morgenstimmung beim Morgenspaziergang am Strand von Barahona

 

 

 

 

 

Nach unserer Rückkehr und einer Morgendusche beten wir um 8.00 Uhr die Laudes und frühstücken danach. Im Bischofshaus arbeiten zwei Schwestern des neokatechumenalen Weges und bereiten die Mahlzeiten immer sehr schön vor.

Während des Frühstücks erzählt Andres, dass er hier auf viele vernachlässigte alte Menschen gestoßen ist und mit Hilfe einer Stiftung ein Altenheim und vier Häuser für Tagespflege schaffen konnte. Hinter der Stiftung steht eine Dominikanerin, die mit einem wohlhabenden jüdischen Mann in den USA verheiratet ist. Sie gibt das notwendige Geld.

Ihr wäre es am liebsten, wenn hier ein weiteres Altenheim nach amerikanischen Vorbild entstehen könnte. Bischof Andres bevorzugt aber, statt für wenige Menschen ein nobles Seniorenheim zu haben, einfache, kleine Häuser für Tagespflege zu eröffnen. Ein solches Haus besuchen wir nach dem Frühstück.

Besuch in der kath. Tagespflege in Barahona
Besuch in der kath. Tagespflege in Barahona
Es ist tatsächlich ein einfaches, ebenerdiges Einfamilienhaus, in dem etwas mehr als 20 alte Menschen jeden Tag zusammenkommen, genährt und versorgt werden. Wir können in viele dankbare Gesichter schauen und Hände schütteln. Die Menschen sind ihrem Bischof sehr dankbar für seine Initiativen. Wir machen ein Erinnerungsfoto im Garten des Hauses zusammen mit der Ordensschwester, die das Haus leitet.

 

Bischöfliches Ordinariat Barahona
Bischöfliches Ordinariat Barahona
Von diesem Haus für Tagespflege fahren wir in das bischöfliche Ordinariat. Andres führt uns durch die Büros und stellt uns seine MitarbeiterInnen vor. Über viele sagt er, sie wären „consagradas“. Ich verstehe das falsch und frage, ob es wohl viele geweihte Jungfrauen hier gibt. „Consagradas“ meint hier aber, dass die Mitarbeiter sich ganz ihrer Arbeit verschrieben haben, nicht dass sie „geweiht“ sind.

Während wir im Büro von Bischof Andres sitzen und eine Mitarbeiterin uns den kirchlichen Dienst an den vielen Migranten aus dem benachbarten Haiti schildert, kommt unser Mitbruder Joaquin, der Pfarrer in der hiesigen Diözese Barahona ist. Er wird uns den Rest des Tages begleiten, damit Bischof Andres arbeiten kann.

Kurt Faulhaber am See Enriquillo
Kurt Faulhaber am See Enriquillo
 
Mit P. Joaquin am See Enriquillo
Mit P. Joaquin am See Enriquillo

 

 

 

 

 

Begegnung mit dem Generalvikar des Bistums Barahona P. Hermann in seiner Pfarrei, hier mit Kindern des Pfarrkindergarten
Begegnung mit dem Generalvikar des Bistums Barahona P. Hermann in seiner Pfarrei, hier mit Kindern des Pfarrkindergarten
Wir fahren einmal um den großen See Enriquillo, dem größten in der Karibik, bis zur Grenze nach Haiti. Auf dem Weg besuchen wir die Pfarrei des Generalvikars P. Herman. Er führt einen Pfarrkindergarten für 400 Kinder. Mit einigen von ihnen machen wir ein Erinnerungsfoto.

 

 

 

In der Nähe der Grenze sind wir in einem Pfarrhaus bei drei ...-Patres zu Gast zum Mittagessen. Die drei kommen aus dem Baskenland, aus der Dominikanischen Republik und aus Puerto Rico.  

Begegnung und Mittagessen mit Mitbrüdern
Begegnung und Mittagessen mit Mitbrüdern
 
Copa2019

 

 

 

 

 

Nach dem Essen fahren wir direkt zur Grenze. Hier ist ein Menschengewimmel. Viele versuchen, etwas zu verkaufen. Zwischen den beiden Ländern gibt es einen sehr breiten Streifen Niemandsland, in dem zollfrei verkauft wird. Wir betreten diesen Teil kurz und fahren dann auf der anderen Seite des Sees, die fruchtbarer ist, zurück. Der See ist über eine Lagune mit dem Meer verbunden und hat deshalb extrem starkes Salzwasser. Aus diesem Grund und wegen der Krokodile ist das Baden verboten. An einer Stelle kommen wir bis an das Wasser heran und sehen viele Leguane.

Leguane am See Enriquillo
Leguane am See Enriquillo
 
Copa2019

 

 

 

 

 

Für 18.00 Uhr ist vorgesehen, dass wir zur Abendmesse in der Kathedrale sind. Wir kommen aber erst um 18.05 Uhr am Bischofshaus an, um uns umzuziehen. Als wir in die Sakramentskapelle der Kathedrale kommen, predigt Bischof Andres gerade und überbrückt damit die Zeit bis zu unserer Ankunft. Kurt und ich stellen uns am Ende der Predigt vor und die Messfeier nimmt mit der Gabenbereitung seinen weiteren Verlauf.

Gruppenfoto mit den Teilnehmern an der Abendmesse in der Kathedrale von Barahona
Gruppenfoto mit den Teilnehmern an der Abendmesse in der Kathedrale von Barahona
Nach der Abendmesse in der Kathedrale von Barahona
Nach der Abendmesse in der Kathedrale von Barahona

 

 

 

 

 

 

Einladung des Dompfarrers nach der Abendmesse in der Kathedrale von Barahona
Einladung des Dompfarrers nach der Abendmesse in der Kathedrale von Barahona
Am Ende der Messe begegnen wir vielen Gemeindemitgliedern, vor allem den Schwestern, die hier Dienst tun, und machen ein Gruppenfoto. Der Dompfarrer lädt uns in seine Wohnung auf ein Glas Wein ein. Wir können auch einen Wein probieren, den er selbst angebaut hat. Es entspinnt sich ein schönes, interessantes Gespräch, das viele Bereiche streift.

 

 

Zurück im Bischofshaus haben die Schwestern köstlichen Fisch vorbereitet. Während des Abendessens entspinnt sich ein intensiver Austausch zwischen uns über die Erfahrungen der COPA in der letzten Woche und die Möglichkeiten, wie die „Pastoral am Puls“ („Kentenich-Pastoral“) hier mehr und mehr implementiert werden und die Ortskirche bereichern kann.

Darüber tauschen wir uns bis nach 23.00 Uhr aus und rufen auch noch Cualo an, um ihn an unseren Überlegungen zu beteiligen. Wir überlegen, ob wir mit Cualo noch ein Treffen in diesen Tagen, solange wir in der Dominikanischen Republik sind, vereinbaren können.

Fortsetzung
 
 

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