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Haus Moriah Nachrichten COPA 2019 13

Copa2019
Reise in die Regio Getsemani
(Dominikanische Republik)
20.5.-3.6.2019

Generalrektor Dr. Christian Löhr 


 

 

Freitag, 31. Mai 2019

Bei der Laudes beten wir heute besonders um eine gelingende Operation unseres Mitbruders Hans Stehle zu Hause in Deutschland. Wir erinnern uns auch an den dritten Meilenstein der Schönstattgeschichte, der mit dem 31. Mai verbunden ist. Nach einem leichten und schnellen Frühstück im Stehen mit Kaffee und Früchten fahren wir in die nahe katholische Universität.

Bischof Andres feiert hier heute um 9.00 Uhr eine Heilige Messe mit Schülern, unter denen einige die Sakramente der Taufe, Firmung und Erstkommunion empfangen. Die Universitätskirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Bischof Andres spricht in seiner Predigt besonders die Eltern an, die gekommen sind.

Morgenmesse in der kath. Universität und Taufen, Firmungen und Erstkommunionen
Morgenmesse in der kath. Universität und Taufen, Firmungen und Erstkommunionen
 
Copa2019

 

 

 

 

 

 

Die Universität möchte ihre Erziehungsaufgabe vor allem auch im religiösen Bereich unterstützen. Dieses Gebiet des Bistums Barahona in einem der ärmsten Gebiete des Landes war schon früher von den Missionaren vernachlässigt worden. Von daher ist der kath. Glaube hier nicht, wie im Cibao, tief eingeprägt. So versteht es sich hier auch nicht von selbst, dass die Kinder getauft werden und die Familien eine Beziehung zu ihren Pfarreien haben. Deshalb nutzt die Diözese Barahona die Universitätsseelsorge, um jungen Menschen das Evangelium näherzubringen.

Führung durch den Rektor der Universität (ganz rechts) über den Campus
Führung durch den Rektor der Universität (ganz rechts) über den Campus
Nach der Heiligen Messe führt uns der Rektor der Universität, ein Priester, der in Rom studiert hat, noch etwas herum. Weil die Leute hier so arm sind, ist das Studium gratis. Der Staat übernimmt die Kosten, auch für den Unterhalt der Uni. So versucht man staatlicherseits der tendenziellen Abwanderung junger Leute in andere Teile des Landes zu begegnen.

Wir kommen erst am späten Vormittag ins Bischofshaus zum Frühstück zurück und bitten, dass man nicht noch ein Mittagessen für uns vorbereitet. Stattdessen nutzen wir die Zeit noch für eine intensive Reflexion der drei Tage hier mit Bischof Andres: Was bringt unser Institut in der Dominikanischen Republik vorwärts? Worauf warten und hoffen die Mitbrüder? Wie können Prozesse in Gang gesetzt werden, die von den Mitbrüdern selbst ausgehen und nicht von oben her verordnet sind? Welche Impulse hat die Kentenich-Pastoral vermitteln können und wer sind die Mitbrüder, die ihre Impulse am stärksten aufgenommen haben? Wie können wir unsere Mitbrüder besser miteinander vernetzten, die die Kentenich-Pastoral besonders anwenden wollen?

Kurz nach 13.00 Uhr fährt uns Andres zum Busbahnhof der Stadt. Kurt und ich hatten ihm vorgeschlagen, uns nicht mit seinem Chauffeur nach Santo Domingo zu fahren, sondern einen öffentlichen Bus zu nutzen. Erst unser Argument, wir würden dann ja mehr von Land und Leuten kennenlernen können, hat seine Zustimmung zu unserem Vorschlag bewirkt. Nun fahren wir also mit einem recht bequemen Reisebus der „Caribian Tours“ in die Hauptstadt. Beim Einsteigen gleicht der Bus für mich einem Kühlschrank. Wie gut, dass ich meinen Pullover zur Hand habe, sonst würde ich mich sicher bei der starken Klimaanlage verkühlen. Es steht im Bus eigentlich kostenfreies Internet zu Verfügung, doch ist es so schwach, dass ich nicht einmal Mails versenden kann. An zwei Kontrollpunkten steigen Polizisten ein und schauen sich die Passagiere an. Das erste Mal ist es nur eine stille Runde, die sie drehen. Beim zweiten Mal werde ich gefragt, ob ich Haitianer sei. Ich bin so überrascht, dass ich frage, ob ich so aussehe? Man verlangt meinen Pass und damit ist es auch wieder gut. Nach gut drei Stunden sind wir an der Stadtgrenze von Santo Domingo. Nun brauchen wir noch eine ganze Stunde, um uns durch den Stau zum Busbahnhof zu zwängen. Hier erwartet uns einer der Mitarbeiter von Weihbischof Benito mit dem Auto und fährt uns ins Vikariatsgebäude von Benito. Dieses Haus kenne ich noch nicht. Es ist erst letzten Dezember fertig geworden. Geplant ist ja, dass die drei Vikarien des Erzbistums Santo Domingo bald eigenständige Diözesen werden. Dann wird diese Vikarie also das Ordinariat der neuen Diözese werden.

Benito bietet uns Kaffee an. Wir fragen ihn, wieviel Zeit er heute Abend noch hat. Er spricht von einem Abendtermin, der noch auf ihn wartet. Wir bitten ihn, heute oder in den nächsten Tagen noch Zeit für ein intensives Reflexionsgespräch auf unsere COPA und die Anfragen, die vor allem die Begegnung mit José Luis Hernandez hervorgebracht hat, einzuplanen. Benito wirft seine Planung für heute Abend um und steht uns in seinem Büro für ein intensives Gespräch zur Verfügung. Wir rufen auch Cualo an und vereinbaren ein letztes Treffen und Gespräch mit ihm für kommenden Sonntag anlässlich des Gedächtnisgottesdienstes für die verstorbene Schwester von P. Oscar in Nagua.

Auf dem Weg in das Exerzitienhaus von Benito, in dem wir die letzten drei Nächte schlafen werden, nehmen wir noch die Schwester von Benito, Maria aus La Vega, im Auto mit. Im Exerzitienhaus wartet ein leichtes, gutes Abendessen auf uns und wir lassen diesen Tag mit angenehmem Geplauder ausklingen.

Fortsetzung 

 
 

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