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Haus Moriah Nachrichten Fackellauf 2009 II

Fackellauf2009 - Erlebnis

Stark und still: die brennenden Öllampen.

FaLa Öllampen
Heiliges Zeichen. Beschützt und notwendig in den Läuferautos. Die ganze Nacht leuchtend in den “Schläferzelten”, bei denen, die sich früh schlafen legen, weil sie am nächsten Morgen mit Fackel als erste den Lauf wieder aufnehmen. Dieses Licht und geht nie aus. Viel mehr hatte es stille und starke Ausstrahlung; “scheinbar”, weil wirklich und echt, eine richtige Wachsamkeit. Mutige Anspannung für den persönlichen und gemeinsamen Lauf-Auftrag, für die Rechtzeitigkeit und Weggefährtenschaft am kommenden Morgen, vier oder fünf Uhr. Sieh nach auf www.fackellauf2009.wordpress.com.

Die Fackel

Die Fackel hat Thomas’ Vater entwickelt. Ingenieur für Fräsen, Fackeln und andere Maschinen, die auch ganz schön heiß werden. Hat sie also im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammengebastelt. Eigentlich ein einfaches Leuchtinstrument. Mit genug Öl befüllt, brauchte sie stets nur angezündet, hin und wieder mal vom anfallenden Ruß befreit und von Zeit zu Zeit aufgeschraubt und wieder nachgefüllt zu werden. Das wars! Damit hatte sich das und schon gings ruck zuck weiter auf die nächste Etappe. Echt! Das war toll. Ein wirklich handliches Exemplar für ausbalancierte „Ding-, Schöpfungs- und Werkgebundenheit“ jeden Grades.

Fackelleuchten & Fackelmurmeln

FaLa Fackel
… frühmorgens beispielsweise und samt Gebetsanliegen durch die Stille und morgendämmernden Dunkelheit getragen, kann aus nächster Nähe der Eindruck entstehen, diese Fackel spreche etwas zu einem; wohl zu jedem, der sie weiterträgt. Erst in Bewegung, im Lauf-Wind, in der Überwindung; im Stehen leuchtet sie lautlos. Im Lauf lodert sie und wird etwas lauter neben einem, wie auch die Gedanken in mir, wenn ich „auf Trab“ bin. Wie Murmeln war das. Spräche es doch einen Deut deutlicher, was mir vom Feuer herüber an meine Lauscher rauscht; nur ein bisschen! „Du bist das Feuer, das den Dornbusch nicht verbrennt …“ beginne ich vor mich hinzusummen, ehrlich gesagt eher aus und ein zu atmen. Das ganze ist ja kein Spaziergang aber die Ausdauer reicht eben auch ich noch fürs Summen. Ich sehe, ich höre und fühle und ersehne – mit allen Sehnen – mehr als sonst. Helleres. Tieferes. Größeres. Weiteres. Neueres. Hoffnungsvolleres. Daran gewinne ich Lust und Laune und es wurde groß und schön. Das gibt mir Schmalz in die Knochen. Für ein brennendes Anliegen die Fackel betend weiter tragen; für die persönliche Entwicklungsschritte der anderen und meiner selbst mir was abverlangen, mich „heiligen“; für Schönstatt, sein Leuchten und seine Beweggründe so eine Fackel hochhalten, ein laufender „Leuchtturm“ zu sein – nicht allein weil mit anderen unterwegs: das hat was von „Aufbruch“. Das alles scheint unterwegs nach Rom immer wieder auf – zwischen allem anderen. Und wenn ich nach einer Etappe wieder auf den Boden komme und keine Fackel mehr neben mir habe, hat mich schneller wieder viel anderes, was ich für einige Kilometer meines Lebens hinter mir lassen konnte.

Auf Belmonte aber!

FaLa ME-Heiligtum
Da sagte Georg Egle in der Tür des Heiligtums zu den Fackelträgern. Ich zitiere Pfr. Egle: „Der Fackellauf hat Schönstatt noch gefehlt! … Ihr habt etwas ungeheuer Großes vollbracht. Ihr habt das Licht Schönstatts ins Herz der Kirche getragen. Ihr habt viele mobilisert. Und ihr habt etwas ausgeführt, was Pater Kentenich immer schon wollte: Sein Charisma, das Charisma Schönstatts der Kirche zu bringen und zu schenken.
Das ist die eine Seite, die andere Seite scheint mir noch wichtiger: Die Kirche muss befähigt werden, nicht nur gute Dokumente zu schreiben, sondern wirklich Seele der heutigen und kommenden Weltkultur zu werden, wie es einmal im frühen Christentum der Fall war.
Und da haben wir als Schönstätter eine ganz entscheidende Aufgabe zu erfüllen. Wir müssen in unseren Reihen damit anfangen und eine "Kultur der Liebe" entwickeln, die ausstrahlt.
Und wir sollen dieser unererer heutigen Kirche helfen, dass sie ihre Aufgabe "Seele der gesamten Weltkultur" zu werden, erfüllen kann. So geht unser Weg hinein ins Herz der Kirche und in und mit der Kirche in die Welt. Deswegen wäre es schön, wenn euer Fackellauf weiter ginge als ein "sichtbarer und zugleich geistiger Fackellauf" hinein in die Welt, damit die Herzen der Menschen verwandelt werden durch unsere "Kultur der Liebe". P. Kentenich hat deswegen gerne das Wort gebraucht: "Geht, entzündet die Welt!" Und ich möchte einfach hinzufügen: Geht, entzündet die Welt mit eurer Kultur der Liebe, damit eine neue alles umfassende Weltkultur der Liebe wachsen und blühen kann.“

Elektrisiert war ich und durch diese Kernsätze von Georg vertieft bis ins Mark. Klingt das doch zusammen mit meinem spontanen „Dafür möchte ich gerne mitlaufen“ vor bald zwei Jahren; mit dem belastbaren und ungebrochenen Eifer aller Fackelläufer; mit der regen Anteilnahme vieler Menschen von außen; mit dem ermutigenden Brief von Erzbischof Robert Zollitsch; mit dem Pauluswort „lauft so, dass ihr gewinnt“, dem Jesus-Wort vom brennenden Feuer auf der Erde oder vom euer-Licht-leuchten-lassen! An diesem Punkt stand für mich die Entscheidung fest: in und mit diesem Fackellauf, durch sein Licht und seine Läufer handelt Gott heute! Und wie stand nicht dieses Ereignis 7 Wochen zuvor noch einmal für einen Augenblick auf der Kippe! Pure Ermutigung ergriff mich und ich freute mich auf die letzte Etappe von Belmonte aus. Auf ihr auch als Priester dabei sein zu dürfen. Für Schönstatt zu laufen. Für Kirche und Welt. Dafür war am 2. September dann die Begleitung der letzten Etappe auf den Petersplatz durch die Polizei echt dás organisatorische Sahnehäubchen all der Zeichen, die uns MTA die ganze Zeit schon von allen Seiten her bedeuten wollte: „Junge Generation, seid unterwegs zum Gipfel mit mir, mit meinem Sohn. Wagt euch zu den Ufern …, ich laufe mit. Ich fackle mit. Ich bin mit euch. Ich öffne euch Türen … Im Licht der Fackel durften und dürfen wir alle mehr sehen.

Pilgernder Fels Kirche

Dass die Mannesjugend aus dem Oberschwäbischen Raum zuvor ein „Paulus-Zeltlager“ veranstaltet und den dort gebrauchten dreifachen „Paulus – Paulus“-Ruf mit auf den Fackellauf nach Rom nimmt und immer wieder ruft. Das will in der Tat sehr damit zu tun haben, dass sich in diesen jungen Christen und ihrer Fackel [und davon wird’s bald mehr auf weiteren Wegen geben] eine Art von Kirchesein aufmacht und durchbricht, die in Paulus und seinen Mitarbeiter/inne/n
Fa La  St.Peter
schon ursprünglich früh auflebt. Der „Geschickte“ Paulus brachte Christus sehr weit und zu Fuß unter die europäischen Menschen Kleinasiens, Griechenlands und Süditaliens. Zu Petrus, dem Fels und Sitz in Jerusalem geht Paulus [geprüft und geübt im Unternehmensprinzip der Kooperation], um sicher zu gehen, dass er nicht umsonst gelaufen sei [vgl. Philipperbrief 2,16]. Der für Christus gehende, pilgernde und wandernde kommt zum Sitzenden, zum Stellvertretenden und Stuhlinhaber. Das Paulinische zum Petrinischen. Die Basiskomponenten auch kirchlicher Existenz und Vitalität: Existential Bewegung und Stabilität. Wirken nicht beide für und wegen einander? Ohne das eine nur wirkungsloses Aufderstelletreten, ohne das andere Ziel- und Stabilitätsverlust, Zerfall. Christus aber ist der Bleibende ebenso sehr wie der Weg, die Wahrheit und das Leben. In all der Konkretheit und Unmittelbarkeit, in der Ausstrahlung, die der Vorgang Fackellauf 2009 und seine transalpine Gesandtschaft hat, dürfen zumindest Vigil-Kerzen der Hoffung und des Glaubens daran entzündet werden, das der Fackellauf Schönstatt und der Verwirklichung seiner Sendung in Kirche und Welt „noch gefehlt hat“, dass nun die Zeit gekommen scheint, mit leuchtkräftigen Mitteln Wege zu wählen und anzutreten, auf denen der Kirche, die wir sind, ihr eigentlicher, spiritueller Brenn- und Leuchtwert nächstens nahe und näher gebracht werden wird. Kommt die Bewegung Schönstatts in Rom an? Nun ist jüngst aus dem Ruhelager der Fackelläufer 2009 nicht nur zu vernehmen, dass es „weiter gehen“ könne – unter dem noch geflüsterten Arbeitstitel „Paulus – und für wen läufst Du?“, sondern auch noch das Wort und der Ort „Madrid2011“!

Pfarrer Armin Noppenberger AD

 

 
 

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